Volontariat in Indien – eine Erfahrung fürs Leben

Unterstützen Sie unsere Projekte in der Schweiz oder vor Ort in Jaipur. Helfen Sie mit in der Organisation von Veranstaltungen und in der Entwicklung von Lehrmitteln oder erleben Sie den Alltag in Indien und geben Sie Ihr Know-how weiter. Unsere Volontäre haben bereits verschiedenen Workshops durchgeführt – Fotografie, Kalligrafie, Tanz, Musik und Englisch Workshops, um nur einige zu nennen. Unsere Volontäre haben bereits verschiedenen Workshops durchgeführt – Fotografie, Kalligrafie, Tanz, Musik und Englisch Workshops, um nur einige zu nennen.

ANFORDERUNGEN AN FREIWILLIGE HELFERINNEN UND HELFER

  • Überdurchschnittliches Interesse, etwas für die Verbesserung sozial benachteiligter Menschen in Indien zu leisten.
  • Grosse Motivation, in unseren Projekten mitzuarbeiten und etwas zur nachhaltigen Verbesserung der Projekte beizutragen.
  • Freude, sich auf den Freiwilligendienst einzulassen, mit allen vorher besprochenen Tätigkeiten und Arbeitszeiten.
  • Verantwortungsbewusstsein gegenüber den eigenen Tätigkeiten in unseren Projekten.
  • Interesse, eine neue Kultur kennenzulernen und Bereitschaft, sie zu respektieren und sich dieser in einem angemessenen Rahmen anzupassen.
  • Fähigkeit, sich in einer fremden Umgebung selbstständig zu bewegen und den Alltag alleine zu bewältigen.
  • Geduld
  • Belastbarkeit und Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren.
  • Gute Englischkenntnisse
  • Erfahrung in den Bereichen Pädagogik, Soziale Arbeit, Medizin oder Ähnliches.
  • Reiseerfahrung
  • Verträglichkeit von heissem Wüstenklima (bzw. Tropentauglichkeit)
  • Mindestalter: 20 Jahre

REISE – UND PROJEKTBERICHTE VON VOLONTÄREN UND VEREINSMITGLIEDERN

Wir freuen uns, dass unser Projekt so viele Menschen bewegt. Gerne stellen wir hier unsere Helferinnen und Helfer vor.

Mera naam Evelyne hai (einer der wenigen Sätze in Hindi , den ich kann)

In Indien ist wirklich alles heilig! Und ich war noch nie ein so begehrtes Fotomodell! Das war manchmal wirklich anstrengend.

Ich war im letzten Jahr im Rahmen meiner Indienreisen 2x für insgesamt 1 Woche in Jaipur. Bei meinem letzten Aufenthalt durfte ich das Shakti Projekt vor Ort besuchen.

Ich arbeite als Pflegefachfrau auf einem Ambulatorium für Onkologie (Krebskrankheiten). Seit vielen Jahren arbeite ich auf diesem Beruf, bis vor kurzem auch als Abteilungsleitung. Da mir der Kontakt zu den Patienten gefehlt hat, bin ich nun zurück an der Basis. Das Tolle an meiner Arbeit ist, dass jeder Tag anders ist und manchmal auch Überraschungen warten (positiv oder negativ ;)) Die Zusammenarbeit mit den Patienten, sie zu betreuen und zu beraten ist eine Herzensangelegenheit und bereitet mir grosse Freude. Auch wenn ich mit Schicksalsschlägen konfrontiert bin, erlebe ich jeden Tag auch Freude und Zuversicht. Diese Arbeit hilft mir im Hier und Jetzt zu leben und die kleinen Dinge zu schätzen.

In meiner Freizeit flitze ich oft mit dem Bike herum, seit einem Jahr mit Antrieb 😉 und geniesse die wundevolle Natur um mich herum. Gerne halte ich dies auch fotografisch fest. Mein allergrösstes Hobby sind aber meine Reisen. Neue Kulturen kennenlernen, Menschen treffen und andere Welten ein klein wenig besser zu verstehen.

Ich habe Regula und Laura vor etwa einem Jahr kennengelernt, nachdem ich im Internet auf ihr Projekt aufmerksam wurde. Damals war ich von meiner ersten Indienreise zurück und tief beeindruckt von Land und Leuten. Ich habe Schönes gesehen aber eben auch tiefe Armut und Elend. Immer mehr fühlte ich mich privilegiert und wollte helfen. Dass es ein Projekt gibt, welches Menschen aus meiner Umgebung mit so viel Energie stemmen, hat mich sofort gepackt. Ich durfte von den beiden viel über das Projekt hören und da war es für mich klar, dass ich bei meiner nächsten Reise unbeding vor Ort einen Eindruck gewinnen möchte. Und so durfte ich im Dezember 2019 Indira Lamba in Indien treffen und den Shakti-Frauen bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Bisher unterstütze ich das Projekt damit, darüber zu reden und den Menschen von Indien zu erzählen. Für einen Einsatz vor Ort hat es terminlich noch nicht gepasst. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Mein Eindruck vor Ort hat mir bestätigt, dass ich dieses Projekt empfehlen kann und dass viel Gutes getan wird.

Wer nach Indien will, muss auf alles gefasst sein. Wer mit offenen Augen unterwegs ist und sein Herz für die Geschichten und Menschen öffnet, kann jeden Tag kleine Wunder erleben. Es ist aber auch laut, intensiv und manchmal verstörend und fremd. Doch alles hat irgendwie seinen Platz und seit ich mit einem indischen Freund unterwegs war weiss ich, dass auch Inder dauernd von anderen angesprochen werden und ihnen etwas verkauft werden will. Das hat mich wirklich entspannt! ;))

Allgemein aus meiner Zeit in Indien nehme ich mit, dass wir nicht die ganze Welt retten können. Doch wir können gemeinsam viele kleine Welten etwas glücklicher machen.

Steckbrief Evelyne

Steckbrief Gina Hintermann

Steckbrief Gina Hintermann

Gina (ind. Cheena) Hintermann

Ein Kopfnicken (oder schaukeln?) kann sowohl ja, als auch nein heissen.

1 Monat im August 2019

Ich bin in der Ausbildung zur Primarlehrerin an der Pädagogischen Hochschule Luzern.

In meiner Freizeit rocke ich in einer Frauenband am Schlagzeug. Wir spielen regelmässig Konzerte!

Ich besuche das Spezialisierungsfach „Pädagogische Entwicklungszusammenarbeit“ an der PH Luzern und im Rahmen dieses Moduls absolvieren die Studierenden jeweils einen Projekteinsatz im Ausland. Durch das Interesse, meine Bachelorarbeit im Zusammenhang mit meinem Aufenthalt zu schreiben, bin ich auf das Projekt Development+ gestossen. Da ich offen für alles Neue und vielseitig interessiert bin sagten mir die breiten Aufgabenbereiche sofort zu. Mein persönlicher Beweggrund für den Projektaufenthalt und das damit verbundene Schreiben meiner Arbeit war es auch, Veränderungen, Ideen und die Kraft der eigenen Taten in diesem anderen Kontext zu erproben. Ich war sehr motiviert, mein neu erlerntes Wissen und Können, meine Erfahrungen als angehende Lehrperson, aber auch meine spontanen Intuitionen, Ideen und Gedanken zur Weiterentwicklung dieses sinnvollen Projektes einzubringen.

Gemeinsam mit Isabelle habe ich die Lehrpersonen des Projektes täglich beobachtet, um ihnen anschliessend eine Rückmeldung zu ihrem Unterricht zu geben. Wir führten auch selbst einige Unterrichtslektionen in verschieden Fächern durch, sodass die Lehrpersonen uns beobachten und ein anschliessendes Feedback geben konnten. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit führte ich, ebenfalls mit Unterstützung von Isabelle, Workshops zur Weiterbildung der Lehrpersonen durch. Auch da wurden sie mit vielen praktischen Ideen zu ihrem Unterricht unterstützt. Weiter begannen wir damit, ein „Handbuch“ für die Lehrpersoenn zu erstellen, welches Ideen für alle Fächer sowie didaktische Inputs, die über die Jahre von Volunteers gesammelt wurden strukturiert und zusammenführt. Wir wirkten ausserdem an der Überarbeitung des Lehrmittels „World Tour“ mit. Auch im Nähprogramm Shakti waren wir manchmal beteiligt und konnten unsere Ideen und Meinungen einbringen. Wir begleiteten die ABS Schule und Bal Krriti zudem als Begleitpersonen bei zwei erlebnisreichen Ausflügen in den Wasserpark und in den Zoo.

…die spürbare Freude und Begeisterung der Kinder für die Schule und das Lernen. Trotz ihrer schwierigen Lebensumstände erlebte ich diese Kinder fast ausschliesslich fröhlich und zufrieden.

…ein paar Hindi-Kenntnisse durchaus hilfreich wären 🙂

Ich nehme mit flexibel und mit einer gewissen Gelassenheit auf Dinge zu reagieren, die man im Moment nicht ändern kann (auch wenn es in der Schweiz kaum Stromausfälle gibt 😉

Isabelle Seeholzer

Auf der Strasse hupen alle, ob mit oder ohne Grund.

Ich bin in der Ausbildung zur Primarlehrerin und studiere an der Pädagogischen Hochschule in Luzern. Am Wochenende trifft man mich oft im Gastgewerbe an, wo ich meine Brötchen verdiene.

Ich engagiere mich in der Jubla als Leiterin und wenn es mir langweilig ist, trifft man mich beim Joggen an.

Im Rahmen meines Spezialisierungsstudium „Pädagogische Entwicklungszusammenarbeit“ an der PH Luzern, absolvierte ich diesen Projekteinsatz. Das Projekt hat mich interessiert, da das Aufgabenfeld sehr breit ist.

Einerseits haben wir Weiterbildungen für die Bal Krriti Lehrpersonen gemacht. Wir führten verschiedene Teacher Training Workshops mit ihnen durch. Des Weiteren hatten wir die Möglichkeit, in den Fächern Mathematik, Englisch, Art & Craft und Musik zu unterrichten. Beim Unterrichten zeigten wir den Lehrpersonen eine vielseitige Methodenvielfalt auf. Zudem erhielten wir einen Einblick ins Nähprogramm Shakti für sozialbenachteiligte Frauen. Für mich als zukünftige Handarbeitslehrerin war es eine tolle Erfahrung, diesen Einblick zu erhalten. Damit es uns nicht langweilig wurde, hatten wir noch viele weitere Aufgaben. Wir überarbeiteten die World Tour und erstellten ein Handbuch für die Lehrpersonen.

…die Fröhlichkeit der Kinder… Sie haben so wenig zum Leben und trotzdem spürte man eine richtige Lebensfreude.

…der Strom ab und zu ausfällt und dann spontan ein anderes Programm durchgeführt werden muss.

Mir wurde bewusst, dass ich mit Schülerinnen und Schüler, welche nicht dieselbe Sprache wie ich sprechen, sehr wohl auch kommunizieren kann. Ich hatte die Möglichkeit die Kinder zu unterrichten, obwohl sie kaum Englisch konnten. Ich habe gelernt, vieles mit simplen Wörtern, Bewegungen, Schlagwörtern und Zeichen zu erklären. Diese Erfahrung wird mir sicherlich auch in Zukunft immer wieder helfen.

Steckbrief Isabelle Seeholzer

Steckbrief Isabelle Seeholzer

Steckbrief Christine Zehnder

Christine Zehnder-Probst

Von allem viel: viele Menschen, viel Herzlichkeit, viele Farben, viele Gerüche, viel Verkehr, viel Sonne

Als pensionierte Musikerin/ Lehrerin für musikalische Grundschule mache ich immer noch, bzw. jetzt erst recht viel Musik, klassisch und frei improvisiert, mit MusikerfreundInnen oder mit meinen Enkeln.

In meiner Teenagerzeit habe ich mit meiner Familie während drei Jahren in Südindien gelebt. Indien ist eine zweite Heimat für mich, deshalb habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, nach meiner Pensionierung, irgendwie beruflich und freiwillig tätig werden zu können. Development+ hat mich sehr interessiert und angesprochen und ich hoffe, wieder einmal zurückzukehren.

Mit musikpädagogischen Spielen und Liedern in der Gruppe: Rhythmusspiele, Bewegungsspiele, Lieder

…die Begeisterungsfähigkeit und Fröhlichkeit der Kinder trotz ihrer schwierigen Lebensumstände.

…Du Dich auf einen Schulalltag einlässt, dessen Programm und Organisation sich aus vielen verschiedensten Gründen von Tag zu Halbtag zu Stunde ändern kann – gute Vorbereitung sowie Flexibilität im Denken und Organisieren ist da eine grosse Hilfe.

Ein tolles Projekt, welches an einem grundlegenden Punkt im Leben eines Kindes aus schwierigsten Lebensumständen ansetzt.

Eva Biasio

Wenn Inder ja meinen, sagen sie ja. Wenn Inder nein meinen, sagen sie auch ja. Dies macht die Kommunikation herausfordernd!

September/Oktober 2009

Ich arbeite als Kindergartenlehrperson sowie Dozentin einer Pädagogischen Hochschule. Daneben halten mich meine zwei kleinen Kinder auf Trab. Mich macht es glücklich, mit Menschen zusammen zu arbeiten und sie auf ihrem Weg zu begleiten – sei es mit Kindern oder jungen Erwachsenen.

Meine freie Zeit verbringe ich gerne bewegt – sei es auf einer Skitour, beim Lindy Hop tanzen, Singen, Gitarre spielen oder beim Wandern in der Natur.

Seit ich das Buch „Shantaram“ von Gregory David Roberts gelesen habe, hat mich Indien mit seinen Farben und Gerüchen fasziniert. Das Projekt Development+ hat mich besonders angesprochen, weil es nachhaltig konzipiert ist. Das Projekt wird nicht ausschliesslich vom Ausland her geführt, sondern ist ganz stark verankert in Indien. Die Lehrkräfte sind in Jaipur aufgewachsen – was das Projekt gleichermassen spannend, nachhaltig, aber auch herausfordernd macht.

Ich habe den Lehrplan von Development+ weiterentwickelt und durfte verschiedene Workshops für die Lehrpersonen des Projekts leiten.

…die Herzlichkeit und Offenheit indischer Familien, die bunten Farben und intensiven Gerüche, eine indische Hochzeit mit Saus und Braus, aber auch die Armut, die Berge an Abfall, der ungeordnete Verkehr…

…ein Indien-Aufenthalt auf alle Fälle intensiv ist: Eine Herausforderung, persönliche Weiterentwicklung, bunt und bereichernd… Es ist wichtig, dass du deine eigenen Grenzen kennst und dich für diese einsetzt, auch wenn es ungemütlich wird. Indien ist gross, farbenfroh und vielfältig. Es lohnt sich, wenn du dir Zeit nehmen kannst, um nach dem Aufenthalt Indien zu bereisen – besonders gefallen hat mir das Himalayagebirge (Leh/Ladak).

Eine gewisse Gelassenheit, wenn mal nicht alles nach Plan verläuft.

Steckbrief Eva Biasio

REISE – UND PROJEKTBERICHTE VON VOLONTÄREN UND VEREINSMITGLIEDERN

Bekommen Sie einen Einblick in das faszinierende Land Indien und unserer Projekte vor Ort. Volontäre und Vereinsmitglieder halten ihre Erfahrungen fest.

ERFAHRUNGSBERICHT von Julia Coronel
24.07.2009 – 16.08.2009

Mein Name ist Julia Coronel und ich komme aus der Schweiz / Luzern. Im Sommer 2008 habe ich meine Ausbildung als Primarlehrerin beendet und…

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ERFAHRUNGSBERICHT von Eva Knuchel
08.09.2009 – 12.11.2009

Nachdem ich meine Ausbildung zur Primarlehrerin abgeschlossen habe, wollte ich mir meinen Traum, nach Indien zu gehen, endlich erfüllen…

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CRAZY BEAUTIFUL INDIA von Ladina Roth
12.08.2012 – 31.08.2012

Im Land der heiligen Kühe in dem “holy shit” endlich einen Sinn ergibt, ist das Reisen keine leichte Kost und ein Frontalangriff auf alle Sinne…

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